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Architektur

Visitenkarte und Ideenplattform by Sauerbruch Hutton

Die Architektur des Hager Forums

Mit dem Hager Forum haben die Architekten Sauerbruch Hutton und der Auftraggeber Hager Group ein exzellentes Beispiel außergewöhnlich stimmiger Unternehmensarchitektur geschaffen. Der 7.140 Quadratmeter große Kubus aus Holz, Glas, Stahl und Aluminium, der sich harmonisch in die Bestandsarchitektur einfügt, wirkt als markante architektonische Visitenkarte wie auch als Katalysator der Unternehmensentwicklung.

Der Entwurf: Klare Form, pure Materialien, intelligente Details
Sauerbruch Hutton schufen für das Hager Forum einen H-förmigen Gebäudegrundriss mit zwei zentralen Atrien, die von zweigeschossigen Seitenriegeln flankiert werden. Auf neun Metern Höhe umfasst das Gebäude neben dem Keller- und Erdgeschoss (mit den Ausstellungs- und Präsentationsflächen „Origins“ und „Force Field“) ein weiteres Stockwerk, das Büroarbeitsflächen für die Unternehmensentwicklung sowie die Design- und Innovationsabteilung birgt. Im südlichen Teil des Erdgeschosses finden sich Rezeption, das „Spark“-Café,  Showrooms und die „Labs“ genannten Projekträume. Im nördlichen Abschnitt des Atriums öffnet sich die zentrale Eventfläche „The Hub“.

Die beiden Hauptflächen sind optisch durch eine Brücke getrennt, die die rechten und linken Flügel des H’s miteinander verbindet. Auf diese Weise, erklärt Architekt Matthias Sauerbruch, „konnten wir zum einen Platz für Konferenzen und Events mit bis zu 400 Teilnehmern schaffen. Gleichzeitig fühlen sich aber auch kleine Besuchergruppen im Forum nicht verloren.“

Augenfälligstes Merkmal des Neubaus ist sein 108 mal 39 Meter großes Dachtragwerk aus Brettschichtholz, das auch im Logo des Hager Forums widergespiegelt wird. Auf nur 18 Stützen ruhend ragt es weit über die Gebäudekubatur hinaus und ist in ein Raster von 3x3 Metern unterteilt. Das großzügige Vordach ist als Einladung ins Gebäude gedacht: „Es schafft gleichzeitig einen wettergeschützten Ort, an dem sich Mitarbeiter nach dem Mittagessen gerne noch auf einen Kaffee treffen“, so der Architekt.

Mit dem Einsatz weniger, aber hochwertiger Materialien und sichtbarer Detaillierung ist die Konstruktionslogik des Hager Forums nach außen hin klar ablesbar.

Im Inneren fördern Glastrennwände Transparenz, Kommunikation und die Nutzung des Tageslichts. Ein durchlaufender Natursteinboden aus Grauwacke verbindet Innen- und Außenräume atmosphärisch miteinander. Fassadenelemente aus Glas und aus Aluminium in unterschiedlichen Glanzgraden verleihen dem Forum auch von außen eine lebendige Wirkung, von innen sind die Flächen mit Eiche furniert.

Großes Augenmerk legten Architekten und Auftraggeber auf die nachhaltigen Qualitäten ihres Entwurfs. Mit seiner modularen Baustruktur bietet das Hager Forum ein großes Maß an Flexibilität, was künftige Umbauten oder Umnutzungen mit nur geringem Aufwand erlaubt. Sein kompakter Gebäudekörper, die hervorragend isolierte Hülle, tageslichtoptimierte Fensterflächen, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie die intelligente Gebäudesteuerung mit Lösungen der Hager Group stehen für ein Mehr an Energieeffizienz und Raumkomfort bei überschaubarem technologischem Aufwand.

Die Bauphase: Kooperation mit lokalen Handwerkern
Mit Sauerbruch Hutton zeichnete für das Forum ein Architekturbüro verantwortlich, das in den vergangenen Jahren weltweit Aufmerksamkeit erregt hat. Für das neue Hager Forum arbeitete das Büro eng mit Guy Spack, Corporate Building Manager der Hager Group, zusammen. Unter seiner Ägide wurde das Bauwerk nach Baubeginn im September 2013 in nur 21 Monaten Bauzeit fertiggestellt. 5.500 Kubikmeter Beton, 700 Tonnen Stahl, 125 Kilometer Elektrokabel, 950 Kubikmeter Holz und rund 20 Mio. Euro Investitionen waren nötig, um das Forum Realität werden zu lassen. Auf seinem Dach wurden 440 Photovoltaik-Paneele installiert, die ausreichend regenerative Energie erzeugen, um das Forum zu mehr als einem Drittel selbst zu versorgen. 25 Handwerksbetriebe, von denen viele im Elsass und Saarland ansässig sind, waren am Bau beteiligt. Auf diese Weise ist das Hager Forum bereits vor seiner Eröffnung fest in der Region verwurzelt – ein Effekt, der dem beauftragenden deutsch-französischen Familienunternehmen sehr am Herzen liegt.